Schwangerschaftswochen 33 – 36: Infos & Tipps

Schwangerschaftswochen 33 – 36

SSW 33-36

Die dreiunddreißigste Schwangerschaftswoche 

Sobald sich das Menschlein auf den Weg in Startposition macht, wirst du wieder mehr Platz zum Atmen haben. Die Organe werden entlastet und die Verdauung erleichtert, wenn sich dein Kind in die Schädellage begibt und nicht mehr so stark gegen das Zwerchfell drückt. Dass du von nun an pro Woche bis zu 1 kg an Gewicht zunimmst und sich dein Bauchnabel aufgrund des immer größer werdenden Bauchvolumen nach außen wölbt, ist ganz normal. Nach der Geburt wird sich alles wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückbilden.

Du kannst nun langsam mit der Dammvorbereitung beginnen. Ab dieser Schwangerschaftswoche ist eine leichte Damm-Massage alle zwei Tage für ca. 5-10 Minuten anzuraten, um das Gewebe für die Geburt etwas weicher zu machen und einem Dammriss vorzubeugen. Dazu hilft lauwarmer Schwarzer Tee, den du auf das Gewebe zwischen Scheide und After legen kannst, um die Durchblutung anzuregen. Im Anschluss kannst du den Damm mit etwas Öl massieren, dazu kannst du ein spezielles Dammöl, Mandel- oder Kokosöl verwenden. Früher sollte allerdings auf keinen Fall mit der Damm-Massage begonnen werden, da diese in manchen Fällen Wehen auslösen könnte.

Baby-Entwicklung

Der 9. Monat deiner Schwangerschaft ist angebrochen. Dein Zwerg nimmt noch einmal an Gewicht zu, die Knochen härten und das Gehirnvolumen wächst. In dieser Schwangerschaftswoche kannst du davon ausgehen, dass sich dein Baby mit dem Kopf nach unten bewegt. Die Senkwehen könnten in der 33. Schwangerschaftswoche bereits beginnen und schieben dein Kind noch einmal tiefer ins Becken. Wenn du nicht das erste Mal schwanger bist, kann es gut möglich sein, dass dein Bauchbewohner erst mit den Geburtswehen nach unten in die Schädellage rutscht.

Die vier- und fünfunddreißigste Schwangerschaftswoche

Das Fruchtwasser ist bereits auf die maximale Menge gestiegen. Die Linea Negra wird spätestens jetzt als dunkle, senkrechte Linie zwischen deinem Bauchnabel und Schambein sichtbar. Nach dieser Woche beginnt dein Mutterschutz. Nun hast du Zeit dich voll und ganz auf dich und das Baby zu konzentrieren. Nutze die Pause für die letzten paar Erledigungen, die vor der Geburt noch anstehen, aber gönne es dir auch dich auszuruhen. Du wirst die Kraft später brauchen und dein Baby wird es dir danken. Vom Tag deines Mutterschutzes an bekommst du Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse, welches sozusagen on top auf deinen Nettolohn angerechnet wird.

Deine Hüftgelenke lockern sich allmählich, wofür das Hormon Relaxin sorgt. Senkwehen kündigen sich an und helfen deinem Kind ins Becken zu rutschen. Der Unterschied zwischen Senkwehen und den Geburtswehen ist, dass die Senkwehen in unregelmäßigen Abständen, vergleichbar mit Regelschmerzen oft mit einem starken Ziehen und Rückenschmerzen einhergehen. Wohin gegen die Eröffnungswehen in regelmäßigen Abständen kommen, die immer kürzer werden und sich verstärken.

Allmählich kannst du dir Gedanken machen was du für den Tag der Geburt noch vorab organisieren möchtest. Wichtig ist, dass du die Kliniktasche rechtzeitig gepackt hast, um dir notwendige Kräfte zu sparen, die du für die Geburt benötigen wirst. Wenn es schließlich los geht, kannst du in der Klinik anrufen. Dort beraten dich die Hebammen in der Regel gerne kurz am Telefon, wann der richtige Zeitpunkt wäre in die Klinik zu fahren.

Baby-Entwicklung

Von nun an geht es in deinem Bauch etwas gelassener zu. Der Platz wird immer enger und die Gebärmutterwand zum Ende der Schwangerschaft dünner. Wenn sich dein Baby allerdings doch einmal bewegt, spürst du die Tritte deutlich. Das Immunsystem deines Kindes arbeitet bereits unabhängig von deinen Abwehrkräften. Ab dem ersten Lebenstag ist es zwar dennoch für alle Umwelteinflüsse anfällig, über deine Muttermilch kann es aber weiterhin gestärkt werden und ist somit weniger empfänglich für Infektionen. Die Bildung eigener Antikörper muss der Organismus deines Kindes sozusagen im Laufe der ersten Lebensjahre selbst erlernen. Auch das Nervensystem und die Selbstregulierung der Körpertemperatur funktionieren bereits eigenständig, so dass dein Kleines für das Leben auf der Welt gewappnet ist.

Die sechsunddreißigste Schwangerschaftswoche

In etwa vier Wochen ist es soweit! Deine Gebärmutter befindet sich auf Höchststand und der obere Teil grenzt an deinen Rippenbogen an. Dort verwehrt sie jedoch nicht mehr lange, mit den Senkwehen bewegt sie sich Richtung Becken und so auch das Köpfchen deines Kindes. Fest verankert in der Gebärposition sorgt der Zwerg bei dir für mehr Druck auf den Beckenboden und vermehrten Harndrang. Der positive Effekt ist, dass deine Organe dadurch wieder mehr Platz haben und deine Verdauung sowie die Atmung leichter fallen. Du bekommst einen richtigen Energieschub und dein Nestbautrieb kündigt sich an.

Hat sich dein Baby in der 36. Schwangerschaftswoche noch nicht in Schädellage gedreht, besteht die Möglichkeit einer äußeren Wendung, wenn du keinen Kaiserschnitt möchtest. Bei diesem ambulanten Eingriff versucht der Arzt dein Kind achtsam mit seinen Händen durch die Bauchdecke in die richtige Position zu drehen. Dies sollte allerdings nicht zu früh vor dem Geburtstermin stattfinden, da die Wendung Eröffnungswehen auslösen kann. Hattest du bereits durch eine frühere Schwangerschaft einen Kaiserschnitt oder eine Mehrlingsgeburt, ist eine äußere Wendung leider nicht möglich.

Es gibt Hebammen, die Akupunktur anbieten, welche zum Beispiel durch eine bestimmte Wärmetherapie wie die chinesische Behandlung Moxibustion stattfinden kann. Durch das Moxen lockert sich die Gebärmutter, was dein Baby zum Drehen anregt. Gymnastik und Yoga, wie der Hund oder ein simpler Vierfüßlerstand animieren dein Kind die richtige Richtung zu finden.

Baby-Entwicklung

 

Dein Zwerg stärkt weiterhin sein Immunsystem und alle Reflexe sind fertig ausgebildet. Lanugobehaarung und Käseschmiere haben sich mittlerweile abgelöst. Babys rosige Haut wird sichtbar. Das Auge reagiert auf Licht und dein Kind wendet sich den hellen Strahlen von außen zu. Spätestens jetzt dreht sich dein Bauchbewohner meist in Startposition.