Schwangerschaftswochen 37 – 40: Infos & Tipps

Schwangerschaftswochen 37 – 40

SSW 37-40

Die siebenunddreißigste Schwangerschaftswoche 

Wow! Mit der 37. Woche bricht der letzte Schwangerschaftsmonat für dich und dein Kind an. 💜 Bestimmt fragst du dich, ob du wirklich alles vorbereitet hast und triffst die letzten Überlegungen, was für die Geburt und die Zeit danach noch ansteht. Die letzte Phase der Schwangerschaft kann für viele Frauen noch einmal sehr langwierig und kräftezehrend sein. Entweder spürst du die Füße deines Bauchbewohners oben an deinen Rippen strampeln oder das Köpfchen ist bereits ins Becken nach unten gerutscht und drückt dir kräftig auf den Beckenboden. Dein Nachtschlaf wird wahrscheinlich durch mehrere Toilettengänge unterbrochen oder du spürst dein Baby, das dich gerne hin und wieder nachts wachhält.

Gönne dir ganz viel Ruhe für dich selbst und nutze Pausen am Tag für ein kleines Nickerchen, um dein Nachtschlaf Defizit auszugleichen. Das wichtigste ist es jetzt in dich selbst und das Baby zu vertrauen. Nicht einmal 10 Prozent der Kinder kommen am tatsächlichen Geburtstermin. Die Spanne für die Geburt liegt bis zu 14 Tage vor und bis 14 Tage nach dem Geburtstermin. Gib dir und deinem Kind die Zeit zu kommen, wann es möchte.

Baby-Entwicklung

Auch dein Baby tankt Kraft für die Geburt, indem es die meiste Zeit mit schlafen und am Daumen lutschen verbringt, denn viel Platz für Bewegungen bleibt nicht mehr. Wenn es im letzten Schwangerschaftsmonat etwas gelassener in deinem Bauch zu geht, ist das also ganz normal. Dein Kind genießt die Schaukelbewegungen, wenn du läufst und lässt sich sanft von Senk- und Übungswehen massieren. Jedoch einmal in 24 Stunden solltest du darauf achten, ob du zumindest kleinste Bewegungen spürst. Tut sich über einen längeren Zeitraum nichts, kannst du deine Hebamme bitten kurz die Herztöne abzuhören oder bei deinem Frauenarzt mit einem Ultraschall abklären lassen, dass alles okay ist. Die Lanugo-Behaarung und die Käseschmiere deines Zwerges lösen sich langsam von der Haut ab. Später werden Reste davon mit dem Kindspech wieder ausgeschieden, wenn dein Kleines auf der Welt ist.

Die achtunddreißigste Schwangerschaftswoche

In den meisten Fällen ist das Baby bis zur 38. Schwangerschaftswoche ins Becken gerutscht und das Köpfchen fest verankert. Das lässt sich vor allem an der Form deines Bauches erkennen, der etwas tiefer gesunken ist. Bei manchen Frauen lassen sich die Kinder auch gerne bis zur Geburt Zeit. Vor allem bei der zweiten Schwangerschaft kommt es häufig vor, dass die Babys erst mit den Geburtswehen ins Becken sinken. Zusätzlich zu den Senkwehen können sich zum Ende der Schwangerschaft starke Rückenschmerzen und Bauchschmerzen bemerkbar machen. Ausreichend Ruhe ist in diesem Fall die beste Medizin, um noch einmal Kraft für die Geburt zu tanken. Spreche mit deinem Partner darüber und bitte ihn dir das ein oder andere Getränk am Abend zu bringen, damit du dir zusätzliche Wege einsparst.

Du solltest die Zeit nach der Geburt, das sogenannte Wochenbett, bereits vorab planen. Denn die Planung des Wochenbettes hilft dir dabei:

  • Die ersten Stunden und Tage nach der Entbindung mit deinem Baby uneingeschränkt zu genießen
  • Dich körperlich und emotional von den Anstrengungen der Geburt zu erholen
  • Deinen Vertrauenspersonen rechtzeitig in die Organisation des Wochenbettes einzubeziehen und diese um Unterstützung zu bitten
  • Dich selbst zu verwöhnen! Du hast die letzten Monate großartiges geleistet und solltest stolz auf dich sein

Dein Kind benötigt ab der 38. Schwangerschaftswoche noch einmal besonders viel Kalzium. Versuche daher deinen Kalziumbedarf aus natürlichen Quellen auszugleichen. So langsam fühlt sich alles für dich ziemlich anstrengend an und du rechnest jeden Moment damit, dass es soweit sein könnte. Dein Baby hat sich seinen Zeitpunkt bereits ausgewählt und bringt seine eigene Geschichte für dich mit auf die Welt. Nutze die letzten Wochen und Tage, um dich abzulenken. Du kannst dir zum Beispiel die Kliniktasche herrichten, damit es für dich nicht allzu stressig wird, falls es unerwartet los geht. Eine gesunde Geburtssuppe aus frischer Hühnerbrühe oder die vegetarische Variante davon lässt sich super vorbereiten und eingefrieren, damit hast du für die ersten Tage vorgesorgt.

Baby-Entwicklung

Sollte dein Baby sich bereits auf den Weg machen, wäre die letzte Hürde sozusagen geschafft, denn ab der 38. Schwangerschaftswoche ist es kein Frühchen mehr. Das Hormon Kortisol ist für die Vorbereitung der Atmung zuständig und alle Organe sind fertig entwickelt, so dass in der Regel keine künstliche Beatmung ab dem Zeitpunkt der Geburt mehr nötig ist. Die Knochen deines Zwerges werden immer fester bis sie schließlich in den letzten Schwangerschaftswochen fertig aushärten.

Die neununddreißigste Schwangerschaftswoche

Du wirst langsam spüren, dass dein Körper sich für die Geburt bereit macht. Wahrscheinlich fühlst du dich mittlerweile wie eine Kugel, die sich gerade noch von A nach B rollen kann und das Gewicht deines Babys wird ein Kraftakt für dich. Doch erinnere dich selbst immer wieder daran, dass du es bald geschafft hast. Der Wunsch danach, dass dein Kind dich sehr bald von den Qualen erlösen kann, wird dir deine Ängste nehmen und gibt dir Hoffnung und Kraft für die Geburt. Doch wie erkennst du die richtigen Wehen und wie unterscheiden sie sich von den Senkwehen bzw. Vorwehen? Ein guter Indikator für den Geburtsbeginn ist die Verstärkung der echten Wehen durch Wärme. Wenn du dir unsicher bist, lege dich in die warme Badewanne. Wenn die Wehen weniger werden war es ein Fehlalarm, kommen die Wehen bereits in regelmäßigen Abständen und werden durch die Wärme stärker, ist das ein Zeichen dafür, dass es bald los gehen wird. Spätestens wenn eine Wehe 40 bis 60 Sekunden andauert und alle 10 Minuten wiederkommt, kannst du dich darauf einstellen, dass die Geburt nicht mehr weit entfernt ist. Kommen die Wehen bereits alle 5 Minuten, solltest du dich spätestens jetzt auf den Weg ins Krankenhaus machen.

Sind noch wichtige Fragen bezüglich der Geburt offen, die du gerne abklären möchtest? Spreche am besten mit deiner Hebamme darüber. Sie kann mit dir einzelne Situationen und Erwartungen für die Geburt durchgehen, die für dich und dein Baby in Frage kommen. Eventuell wird sie dir auch einen Geburtsplan vorschlagen. Dieser wird von manchen Krankenhäusern mal mehr und mal weniger gerne gesehen. Kläre deshalb ab, ob es Sinn macht deine Wünsche nur für dich und deinen Partner aufzuschreiben, um vorbereitet zu sein oder den Geburtsplan deiner zu betreuenden Hebamme im Krankenhaus vorzulegen. Manchmal hilft es bereits, die Geburt in Gedanken für sich durchzugehen, damit einzelne Fragen beantwortet werden.

Baby-Entwicklung

Dein Kind ist bereit auf die Welt zu kommen. Die wenigsten Babys jedoch suchen sich exakt den errechneten Geburtstermin aus. Es kann quasi jeden Tag im Zeitraum von 14 Tagen vor und 14 Tagen nach dem errechneten Geburtstermin soweit sein. Die Käseschmiere hat sich nahezu komplett abgelöst. Das dadurch weißlich gefärbte Fruchtwasser und die Reste auf der Haut dienen als Gleitmittel durch den Geburtskanal. Die Schädelknochen deines Zwerges sind noch flexibel, damit es das vorangehende Köpfchen leichter hat durch den Geburtskanal zu kommen. Erst nach der Geburt beginnt die Fontanelle langsam zusammen zu wachsen. Es kann daher sein, dass manche Babys mit einem leicht verformten Köpfchen geboren werden, das sich aber meist in den ersten Tagen nach der Geburt von selbst wieder zurecht formt.

Die vierzigste Schwangerschaftswoche – Dein Baby & Du

Der Geburtsbeginn. Bei jedem einzelnen beginnt die Geburt anders. Es kann plötzlich passieren oder du hast bereits über mehrere Tage hinweg Wehen, die du besonders in der Nacht kaum spürst. Aber was sind nun eigentlich die Zeichen eines Geburtsbeginns? Woran erkennst du, dass es jetzt los geht?

Blasensprung

Der Blasensprung, ein Riss in der Fruchtblase, aus dem schubweise Fruchtwasser abgeht, ist ein häufiges Startsignal für die Geburt. Das Fruchtwasser erkennst du an seinem leicht süßlichen Geruch. Es lässt sich als weißlich, klare bis leicht gelblich oder grünlich getrübte Flüssigkeit von Urin unterscheiden. Ein Blasensprung kann mit oder ohne vorangehende Wehentätigkeit einhergehen. Wichtig ist dabei zu unterscheiden wie sicher du dich damit fühlst. Hattest du bereits vorangehende Wehen und die Blase springt dabei, wird dies die Wehentätigkeit in der Regel innerhalb von ein paar Stunden verstärken und deinem Baby helfen den Weg nach draußen zu finden. Kommt der Blasensprung plötzlich für dich und bereits einige Zeit vor dem Geburtstermin, solltest du am besten sofort deine Hebamme oder das Krankenhaus kontaktieren. In den meisten Fällen beginnen die Wehen automatisch innerhalb von ein paar Stunden nachdem Fruchtwasser austritt. Ansonsten gibt es auch wehenfördernde Maßnahmen ohne direkt die Geburt einleiten zu müssen.

Schleimpfropf und Blutung

Bei vielen Frauen löst sich einige Tage vor Geburtsbeginn der Schleimpfropf. Der Name kommt von seiner schleimartigen Konsistenz, die sich wie ein Kleister vom Gebärmutterhals ablöst und mit einem Ziehen im Unterleib einhergeht. Bis die Wehen schließlich einsetzen kann es ab diesem Zeitpunkt aber noch einige Tage dauern. Manchmal löst sich der Rest des Schleimes auch unter einer Blutung während der Wehen, der Eröffnungsblutung. Wenn sich der Muttermund unter Wehentätigkeit beginnt zu öffnen, kann sich dies durch eine leichte, hellrote Blutung abzeichnen.

Übelkeit oder Durchfall

Übelkeit und ein flauer Magen sind ein Indiz dafür, dass die Wehentätigkeit bald losgehen kann. Manche Frauen müssen sich sogar übergeben bevor die Wehen tatsächlich einsetzen. Häufiger leert sich der Magen während der bereits kräftigen Wehen im Übergang zur Austreibungsphase. Für die Hebammen ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass sich der Muttermund öffnet und die Geburt nicht mehr weit ist. Ein weiteres Zeichen für den Geburtsstart ist Durchfall. Das sich entleeren ist ein gesunder Mechanismus des Körpers den nötigen Platz für das Baby frei zu geben. Da die Gebärmuttermuskulatur dadurch aktiviert wird, leitet Durchfall in den meisten Fällen den Beginn der Wehentätigkeit ein.

Ihr habt es fast geschafft! ❤️ Wir wünschen dir viel Glück und Ausdauer bei der Geburt deines Babys und eine wundervolle erste gemeinsame Zeit.